Heilen der Wunden

Heilen der Wunden

03 Juli, 2019 | Richard Ramsbotham

Der Erste Weltkrieg schlug Wunden, deren Auswirkungen bis heute andauern. Am 14. und 15. September widmet sich eine Tagung in London ihrer Heilung.


Der Erste Weltkrieg schlug Wunden, deren Auswirkungen bis heute andauern. Am 14. und 15. September widmet sich eine Tagung in London ihrer Heilung.

Der Erste Weltkrieg steht für ein tiefes Trauma der Seele Europas, mit dessen Folgen wir heute noch leben. Die Krise, die wir mit dem Brexit erleben, zeigt, dass das richtige Verhältnis von Großbritannien, Europa und der Welt ein ungelöstes Rätsel bleibt.

Die Bezeichnung ‹Healing the Wounds of Europe› basiert auf der Einsicht, dass es so lange keine Lösung für dieses Rätsel geben wird, bis wir die tiefen existenziellen Wunden erkennen, an denen Europa leidet, und bis wir aus einer positiven Haltung heraus ernsthaft und ausführlich nachfragen, was ihm fehlt und was es für seine Heilung braucht.

Ziel der Tagung ‹Healing the Wounds of Europe› ist es nicht, für oder gegen Mehrheitsansichten zu argumentieren, sondern neue Perspektiven und mögliche Wege zu erarbeiten, die über die harten Spaltungen hinausgehen sollen, die wir zunehmend um uns herum erleben. Erreichen wollen wir das Ziel durch fundierte und gründliche Präsentationen von Terry Boardmann zu Echos und Parallelen zwischen 1919 und 2019 (GB) sowie von Wilbert Lambrechts (BE) über die Frage, was eine Nation tatsächlich ist. Zudem wird versucht werden, durch künstlerische Darbietungen, die auch aus einer gründlichen Auseinandersetzung mit den Wunden Europas entstanden sind, sowie durch Teilnahme (Zuhören und offenes Gespräch) aller Anwesenden zu einer möglichen Heilung beizutragen.