Waldorf-Festival

Waldorf-Festival

03 Juli 2019 | Wolfgang Held

Von 7. bis 10. Juni feierten rund 1700 Menschen auf dem Gelände von Schloss Hamborn ‹Waldorf 100› mit Musik und Vorträgen zu Aufgaben der Schulbewegung.


Das ist ja Waldorf-Woodstock», sagte einer der 1700 Gäste des Waldorffestivals, als man bis in die Nacht auf der großen Wiese den Musikgruppen zuhörte, bevor man sich in eines der vielen Campingzelte zurückzog.

Am Anfang stand die Initiative des Er­ziehers Mischka Kaiser, ein Sommerfest zum Jubiläum auszurichten. Das alte Schloss, die Waldorfschule, Wohngruppen und das Altenheim auf dem weiten, parkähnlichen Gelände eignen sich hervorragend für solch ein Fest. Arbeitsgruppen zu Erziehungs­fragen für die Erwachsenen und Theater, Pantomime, Zirkus oder Sport für die Jüngeren wechselten mit Vorträgen. Dabei wies Henning Kullak-Ublick auf das Spannungsfeld von zunehmender Regulierung von außen und Individualisierung der Schülerinnen und Schüler hin. Gerald Häfner arbeitete heraus, wie die Waldorfschule gleichzeitig Schöpfung und Labor der sozialen Dreigliederung ist. Michaela Glöckler sprach von den Aufgaben der Waldorfschule in digitalen Zeiten, in denen Wolfgang Held die innere Arbeit des Waldorflehrers als Kernpunkt der Waldorfschule sieht. Claus-Peter Röh blickte auf das Ineinandergreifen von Tages- und Nachtmensch, das heißt von Umfeld und Initiative. Dass so viele Jugendliche am Fest teilnahmen, ist wohl vor allem dem Abend- und Nachtprogramm zu verdanken. Die Bands und Musikgruppen waren auch wirtschaftlich der größte Posten.

Neben der Konzertwiese liegt das Altenheim, sodass auch ältere Gäste dem Blues oder Samba der Musikgruppen lauschten. Malerisch: Die Bäume wurden nachts farbig angestrahlt. In der Schlussrunde der Wunsch: Bitte nächstes Jahr wieder.


Web www.waldorf-festival.de