Welt-Erziehertagung

Welt-Erziehertagung

01 Mai 2019 | Sebastian Jüngel

Für ‹Innere Freiheit – soziale Verantwortung› setzten sich rund 1100 Waldorferzieherinnen auf der Welt-Erziehertagung von 15. bis 19. April am Goetheanum ein.


Waldorfpädagogik unterstützt das Kind darin, seine Impulse zu entdecken und für ihre Umsetzung die eigenen Potenziale zu entfalten. Je länger es offen seinem eigenen Antrieb folgen kann, desto breiter kann es seine Fähigkeiten ausbilden. «Die Entwicklungsperspektive des Kindes gründet in seinen ersten Lebensjahren und reicht weit ins Erwachsenenalter hinein», sagt Florian Osswald, Co-Leiter der Pädago­gischen Sektion am Goetheanum. «Dabei beziehen wir auch die Zeit des vorgeburt­lichen Lebens mit ein.»

Wertschätzung für Arbeit mit Kindern

Die Umsetzung dieses Ideals hängt von den Gegebenheiten der Kulturen und gesetzlichen Grundlagen in dem Land ab, in dem das Kind aufwächst. Die Waldorfbewegung sucht dabei nach Formen für eine landes-, sprach- und religionsübergreifende Zusammenarbeit im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus. Ein Element der übernationalen Zusammenarbeit ist die International Association for Steiner/Waldorf Early Childhood Education (IASWECE). Hier verschaffen sich Pädagoginnen und Pädagogen aus Amerika, Europa, Asien und Ozeanien ein Bild von der Situation des Kleinkinds, etwa zu Themen wie ‹Schlaf› und ‹digitale Medien›.

«Die Waldorfbewegung möchte der zentralen Bedeutung der Kindheit und des Jugendalters Aufmerksamkeit verschaffen», ergänzt Philipp Reubke von der IASWECE. «Daher ist es wichtig, dass der Arbeit von Kleinkinderzieherinnen, Kindergärtnerinnen, Tagesmüttern und ihren männlichen Kollegen eine entsprechende Wertschätzung geschenkt wird.»


Web: www.iaswece.org
Web: www.goetheanum-paedagogik.ch