Ausstellung: Zeitgenössische Malerei aus Tiflis/Georgien

Ausstellung: Zeitgenössische Malerei aus Tiflis/Georgien

24 September 2019 | Sebastian Jüngel

Neun Künstlerinnen und Künstler aus Georgien zeigen von 28. September bis 1. Dezember 2019 am Goetheanum eine Auswahl ihrer Werke und sind bei der Vernissage am 28. September anwesend.


3605 Kilometer hat Marianne Schubert mit dem Auto hinter sich. Die Leiterin der Sektion für Bildende Künste am Goetheanum holte Bilder des georgischen Künstlers Irakli Parjiani (1950–1991) aus einem Privatbesitz von Finnland ans Goetheanum. Er ist der einzige nicht mehr lebende von den neun Künstlerinnen und Künstlern, die am Goetheanum eine Auswahl ihres bildnerischen Schaffens zeigen und von denen einige in Georgien sehr bekannt sind – Werke von Irakli Parjiani sind im Kunstmuseum von Tiflis ausgestellt.

«Spirituelle Malerei spielte in Georgien schon immer eine große Rolle», sagt Marianne Schubert. «Die Entwicklung der georgischen Kultur und ihrer Identität ist eng mit dem Christentum verbunden.» Georgische Bauwerke mit Fresken und Ikonen zählen zum Unesco-Weltkulturerbe.

In den 1970er- und 1980er-Jahren bildete eine junge Malergeneration mit der Wiederentdeckung der Spiritualität eine Gegenbewegung zum damals dominierenden Kunststil des Sozialistischen Realismus. Einige dieser Künstlerinnen und Künstler befassten sich auch mit Anthroposophie. Für Marianne Schubert ist es wichtig, die Vielfalt der Ausdrucksmittel und Motive des Kunstschaffens sichtbar zu machen.

Bei der Vernissage bietet das ‹FaustLab Theater› in ‹Klangbilder der uralten Sprache› eine Rezitation von georgischer Dichtung (Valerian Gorgoshidze) und Eurythmie (Lasha Malashkhia).

Video von der Vernissage


Ausstellung Zeitgenössische Malerei aus Tiflis/Georgien, 28. September bis 1. Dezember 2019, Goetheanum

Werke Giorgi Aptsiauri, Anton Balanchivadze, Gia Gugushvili, Goga Japaridze, Davit Kashmadze, Giorgi Loria, Keti Matabeli, Mischa Pitskhelauri, Irakli Parjiani (†)

Vernissage 28. September 2019, 18 Uhr, Goetheanum

Webseite der Sektion für Bildende Künste