Eine Erde, auf der es sich noch lange leben lässt

Eine Erde, auf der es sich noch lange leben lässt

27 Januar 2021 Sebastian Jüngel 1335 mal gesehen

Die biodynamische Landwirtschaft hat den Ruf der Klimajugend vernommen, und die Jugend ist zuversichtlich, dass ihre Anliegen zum Klima von der biodynamischen Landwirtschaft gehört werden. Bei der digitalen Tagung ‹Atmen mit der Klimakrise› bringen sie ihre Kraft und ihre Erfahrungen auf dem Feld zusammen.


Blickt die Landwirtschaft auf das Klima, geht es ihr um das bestmögliche Fruchtbarmachen der Erde und um das Minimieren von Kohlendixoid. «Ohne gesundes Klima kein Ertrag», bringt es Ueli Hurter, Landwirt und Co-Leiter der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum, auf den Punkt. Bäuerinnen und Bauern ringen mit extremen Wetterlagen, Hitzeperioden und Starkregen, der den Boden nicht weniger als Trockenheit strapaziert und der Erosion aussetzt. Parallel dazu sorgen sich junge Menschen um die Erde, auf der sie noch lange leben wollen.

«Aus der Zusammenarbeit von Landwirtinnen und Landwirten und jungen Menschen werden Erneuerungsimpulse entstehen.» Davon ist Constanza Kaliks, Leiterin der Jugendsektion am Goetheanum, überzeugt. Denn: «Das Engagement junger Menschen schafft einen Boden für das Zukünftige der Erde.» Jugendsektionsmitarbeiterin Ronja Eis hat festgestellt: «In den letzten drei Jahren war zwar schon die Natur bei jungen Menschen immer präsent; mit dem veränderten Kontext in der Außenwelt und durch Bewegungen wie ‹Friday for Future› oder ‹Extinction Rebellion› erscheint ihnen ihre Beziehung zur Natur dringlicher als zuvor.»

Nun kommen erstmals die Kraft von mit den Klimafragen verbundenen jungen Menschen und die Erfahrungen biodynamischer Landwirtinnen und Landwirte zusammen. Auf der digitalen Tagung ‹Atmen mit der Klimakrise› ist ihr gemeinsamer Ausgangspunkt ein Klimabegriff, der Fakten rund um kosmische Rhythmen und Auswirkungen des Anthropozäns in einen Zusammenhang mit einer Auffassung der Erde als lebendiges Wesen bringt. Von der Art, wie die Erde angesehen wird – etwa als Rohstofflager, als Wesen oder als heiliger Ort des Kosmos –, hängt auch der Umgang mit ihr ab. Werte, die dabei eine Rolle spielen, sind eine respektvolle Beziehung zur Umwelt, ein Achten der Biodiversität, ein ökologischer Wachstumsbegriff und Modelle für eine klimafreundliche Wirtschaft und Gesellschaft.


Digitale Tagung Atmen mit der Klimakrise – ökologisch, sozial, spirituell, 11. bis 14. Februar 2021

Titelbild: Plakatmotiv zur Tagung ‹Atmen mit der Klimakrise› von Jasminka Bogdanovic