Kommt zum Faust am Goetheanum!

Kommt zum Faust am Goetheanum!

14 Juli 2020 | Gerald Häfner

Mit begeistertem Jubel endete vorgestern die Premiere des neuen ‹Faust› am Goetheanum. Noch ganz erfüllt von diesem grandiosen Erlebnis, lade ich Sie ein, Goethes ‹Faust› am Goetheanum zu erleben!


Falls Sie am kommenden Wochenende noch nichts vorhaben: Machen Sie sich auf den Weg nach Dornach! Die Grenzen sind offen, die Reise ist möglich. Unser großer Saal und ein Schutzkonzept erlauben uns, nun wieder vor großem Publikum (max. 400 Zuschauerinnen und Zuschauer) zu spielen.

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Theater! Musik! Sprachkunst! Eurythmie!

Seit mehr als zwei Jahrtausenden ist das Theater der Ort, wo die großen Fragen des Lebens erörtert werden. Das Theater führt uns durch die Krise zur Katharsis. Die Fragen des Menschwerdens und Menschseins – endlich werden sie wieder auf der Bühne, vor allen, mit allen, für alle verhandelt. Lange, zu lange waren die Theater geschlossen, musste die Kunst schweigen. Nun aber wollen, können und dürfen wir spielen!

Faust heute – ein ganz besonderer Faust!

Goethes Menschheitsdrama verhandelt in einem zeit- und weltumspannenden Bogen die Fragen unserer Zeit: die Leere des bloßen Verstandes, die Sehnsucht nach Glück, Erfüllung und Sinn, Beziehung und Herrschaft, die Schaffung künstlicher Intelligenz und künstlicher Menschen, Land-Grabbing, Geldschöpfung und Bodenspekulation ... Hinter allem die Frage, das Böse zu verwandeln, den Weg zu sich und den Mitmenschen zu finden.

FAUST – MACHT – GELD

Wir nehmen dieses Drama der Ichwerdung zum Ausgangspunkt, um unsere Zeit- und Weltlage gemeinsam zu fassen. Was können wir tun? Wie kann das Geld gezähmt, die Macht eingedämmt, unser Leben mit der Erde, dem Klima und den Menschen versöhnt werden? Wie können wir gut, achtsam und verantwortlich leben? Eine freie, soziale und nachhaltige Welt ist möglich.

Lange wussten wir nicht, ob und vor wie vielen Menschen wir spielen können. Wir haben daran geglaubt und weitergearbeitet. Jetzt dürfen wir ernten – und alle Kurzentschlossenen einladen: Es gibt genügend Platz!

In Vorfreude, Sie vielleicht zum ‹Faust›-Sommer am Goetheanum zu sehen, und mit herzlichen Grüßen

Gerald Häfner

sozial.goetheanum.org

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