‹Living Farms›: Limbua

‹Living Farms›: Limbua

20 September 2020

Aus einem Pionier für das Bilden einer Farmgemeinschaft von Kleinbauern wurde die Macadamia-Gruppe ‹Limbua›. Sie ist Thema in der Videoreihe ‹Living Farms›.


In der Farmgemeinschaft ‹Limbua› steht die Macadamia-Frucht für ökologischen und sozialen Wandel. Die Kleinbäuerinnen und -bauern werden so entlohnt, dass sie ihren Lebensstandard anheben und aus eigenen Mitteln für das Schulgeld aufkommen können. Voraussetzung ist, dass sie biologisch – seit 2018 teilweise auch biodynamisch – anbauen.

Zur biologischen Ausrichtung der ‹Limbua›-­Höfe gehört nicht nur die Ermutigung, mehr Bäume zu pflanzen und Umweltschutz zu leben, sondern auch beispielsweise arbeitslose Familienmitglieder einzubeziehen. Durch das Ansiedeln der Verarbeitungszentren in den Dörfern werden die Früchte frisch verarbeitet, und die Wertschöpfung verbleibt vor Ort. Hatten zuvor Schüler/innen aus Deutschland privat Nüsse verkauft, werden die Früchte und ihr Öl inzwischen auch an Firmen ausgeliefert, unter anderem an Wala und Dr. Hauschka. Diese Dimension ist durch den Zusammenschluss von bisher rund 5000 Kleinbetrieben (durchschnittliche Größe: ein Hektar) möglich; weit mehr als 2000 Anwärterinnen und Anwärter stehen auf der Warteliste.

Ziel ist, dass die Bäuerinnen und Bauern früher oder später selbst alle Elemente der biodynamischen Anbaumethode beherrschen. Der Weg dorthin umfasst Weiterbildungen, Überprüfungen der Kompetenzen auf dem Hof und eine Zertifizierung durch internationale Gremien. Darüber hinaus führe Biodynamik dorthin zurück, «wo wir herkommen», sagt Peter Mucau Wangara, Mitgründer von ‹Limbua›. Das ermögliche, dass das Land regeneriere und der Landwirt eine spirituelle Verbindung zu seinem Hof aufbauen könne.


Web Living Farms