Veranstaltungsbetrieb wieder aufgenommen

Veranstaltungsbetrieb wieder aufgenommen

23 April 2021 Sebastian Jüngel 685 mal gesehen

Auch wenn der Spielraum durch die Vorgaben des Bundesrats beschränkt ist: Das Goetheanum öffnet wieder und nimmt seinen Veranstaltungsbetrieb ab 26. April in begrenztem Umfang wieder auf. Die Goetheanum-Bühne hofft, die Neuinszenierung von Johann Wolfgang Goethes ‹Faust› auch diesen Sommer zeigen zu können.


2020 kam das Goetheanum finanziell mit einem blauen Auge davon. Doch die Beschränkung von Teilnehmendenzahlen und schließlich das Verbot der Durchführung von Veranstaltungen führten zu erheblichen Einkommensausfällen – bisher ohne Ausgleich durch öffentliche Fördergelder.

Als selbstfinanzierter, privater Träger ist das Goetheanum zu 100 Prozent auf eigene Einnahmen angewiesen. Gleichwohl ermöglicht es freien Zutritt zu Gelände und Gebäude. Im Gartenpark informieren seit der Corona-Pandemie saisonale Texttafeln über Fauna und Flora, um den Besuchenden einen Mehrwert zu bieten, schließlich ist das Goetheanum auch im Lockdown ein gefragter touristischer Ort.

Seit dem Öffnungsschritt für Museen sind im Goetheanum mittwochs Ausstellungsräume und der Große Saal mit Fenstern aus farbigem Glas, plastischer Wandgestaltung und Deckenmalerei zugänglich, auch sind Buchhandlung und Bibliothek geöffnet. Ab 26. April wird der Veranstaltungsbetrieb in begrenztem Umfang wieder aufgenommen, und Führungen finden statt. Da die Beschränkung auf Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen wenig Spielraum erlauben, wird es weiterhin digitale oder hybride Veranstaltungen geben.

«Wir hoffen sehr, dass wir im Juli wieder Goethes ‹Faust› zeigen können», sagt Nils Frischknecht, Geschäftsführer der Goetheanum-Bühne. Die Aufführungen letztes Jahr waren im Rahmen der damals maximal möglichen Belegung ganz oder weitgehend ausverkauft. «Auch wenn die Planungen bereits fortgeschritten sind, braucht es zu den jetzigen Bestimmungen weitere Lockerungen für den Spielbetrieb der ‹Faust›-Inszenierung in der Regie von Andrea Pfaehler.»


Foto: Elena Borer