Welteurythmietag: «Freude und Mut, zu leben»

Welteurythmietag: «Freude und Mut, zu leben»

23 September 2019 | Sebastian Jüngel

Am 24. September ist Welteurythmietag. Eurythmie lebt auf der Bühne als Gestaltung von sprachlichem, musikalischem und dramatischem Geschehen sowie in pädagogischem, therapeutischem und sozialem Zusammenhang. Das Besondere: Eurythmie kennt keine Altersbegrenzung, um Lebensfreude zu zeigen.


Rafael Tavares und Christine Beier vom Goetheanum-Eurythmie-Ensemble haben gerade für Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klassen einer Basler Schule das Märchen ‹Die Bremer Stadtmusikanten› aufgeführt. Sie nahmen wahr, dass die Kinder tief in die Geschichte eintauchten.

Eurythmie ermöglicht, ein Geschehen nicht nur zu sehen: «Durch Eurythmie erleben die Zuschauenden bis in ihre Seele und ihre Gliedmaßen, was wir auf der Bühne machen», sagt Rafael Tavares. Es sind dies Qualitäten der Beziehung, der Wärme sowie von Anspannung und Entspannung in dynamischen Gestaltungen.

Christine Beier hat an sich beobachtet, dass eine Eurythmieaufführung dadurch etwas in ihr anregt: «Durch das Wahrnehmen eines prozessualen Geschehens vollziehe ich als Zuschauende innere Bewegungen, was möglicherweise dazu führt, dass etwas, was in mir als Frage lebt, nun Nahrung und eine neue Richtung bekommt.» Rafael Tavares knüpft daran an: «Und das erzeugt eine positive Energie und vermittelt Hoffnung, Freude und Mut, zu leben.»

2016 lancierten die beiden Eurthmistinnen Aban und Dilnawaz Bana den Welteurythmietag. Seither dient der 24. September dazu, auf die Eurythmie aufmerksam zu machen. In diesem Jahr werden am 24. September um 12.45 Uhr Mitglieder des Goetheanum-Eurythmie-Ensembles im Westtreppenhaus des Goetheanum mit Mitarbeitenden und Interessierten durch gemeinsames Eurythmisieren etwas vom weltweiten Strom dieser Bewegungskunst aufgreifen und weiterreichen.

Das Goetheanum-Eurythmie-Ensemble ist das älteste Ensemble weltweit. Es gestaltet Beiträge während Tagungen, eigenständige Programme, Märchenaufführungen und ist an der Neuinszenierung von Goethes ‹Faust 1 und 2› in acht Stunden 2020 beteiligt. Goetheanum-Mitarbeitende haben die Möglichkeit, durch Eurythmie einen Ausgleich zur sitzenden Arbeit am Bildschirm zu schaffen.


Goetheanum-Eurythmie-Ensemble

Spielplan Goetheanum-Bühne

Foto: Raphael Seefried